Die psychologische und psychotherapeutische Betreuung

Die psychologische / psychotherapeutische Betreuung der Jugendlichen erfolgt durch einen Diplom-Psychologen innerhalb der Einrichtung:
Die Schwerpunkte der diagnostischen Tätigkeit sind:
- die Erhebung einer symptombezogenen und biographischen Anamnese,
- die Auswertung von Aktenunterlagen / Untersuchungsberichten,
- die Diagnostik von neuropsychologischen Funktionsbeeinträchtigungen,
- die Veranlassung einer fachärztlichen Abklärung der Symptomatik,
- die Durchführung und Auswertung psychodiagnostischer Testverfahren,
- die Durchführung diagnostischer Rollenspiele
- die Selbst- und Fremdbeobachtungen von Verhalten in Einzel- und Gruppen-
kontexten
- im Bedarfsfall Kontakte zu anderen Institutionen / Einrichtungen

Die Schwerpunkte der therapeutischen Einzelförderung sind u.a.:
- der Aufbau eines "Problembewußtseins", einer "Änderungs- und Bewältigungsmotivation" sowie einer realistischen persönlichen und beruflichen Zielvorstellung durch Gespräche,
- die Steigerung der psychischen Belastbarkeit durch konflikorientierte Gespräche
und Trainingspläne,
- Training spezieller neuropsychologischer Funktionsleistungen,
- die Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung und die Steigerung von Selbstkontrolle durch Beobachtungspläne und operanten Verstärkerplänen,
- die Förderung einer bewußten / situativ angemessenen Wahrnehmung von
Gefühlen, Bewertungen und Verhaltensweisen durch interaktionsbezogene
Kommunikation / Rückmeldungen und dem Überprüfen von Annahmen,
- die Überprüfung und ggf. die Veränderung von dysfunktionalen Erlebens- und Verhaltensweisen,
- die Wissensvermittlung und das Einübung einer sozial kompetenten
Selbstdarstellung und Kommunikation bei Konflikten und Ängsten,

Die Schwerpunkte des therapeutischen Gruppenförderung sind u.a.:
- die Steigerung / Förderung einer (arbeitsbezogenen) Selbst- Reflektionsfähigkeit

mit den Schwerpunktbereichen: Arbeitshaltung, Konkurrenz, (Miß-) Erfolg, Verantwortlichkeit, Teamarbeit,
- Gespräche mit den Schwerpunkt: Kognitive Differenzierung alltäglicher zwischenmenschlicher Kontakterleben (Nähe / Distanz) und Konfliktpunkte / Konfliktlösungen,
- die Steigerung / Förderung sozial kompetenter Fertigkeiten durch Übung / Rückmeldung in den Bereichen Interaktion / Kommunikation bei Konflikten,

Folgende erschwerende (biographische) Faktoren sind perspektivisch beim Erlernen der genannten Teilfertigkeiten zu berücksichtigen:
- das Intelligenzniveau der Rehabilitanden,
- die (kognitiven) Einschränkungen / Wesensveränderungen auf der Grundlage von prae-, peri- oder postnatalen hirnorganischen Vorschädigungen,
- die Verfestigung inadäquater Verhaltens- / Erlebensweisen auf der Grundlage einer überdauernden psycho-sozialen Verwahrlosung und der bereits fortgeschrittenen Internalisierung dieser Verhaltensmuster in die Persönlichkeit und Identität im Verlauf der bereits fortgeschrittenen Persönlichkeitsentwicklung.